Kichererbsen – Wärme und Erdung im Winter

Wenn es Winter ist und kalt, wenn der Wind durch die Straßen zieht und man sich am liebsten in eine Decke wickeln würde, dann ist die Kichererbse eines meiner liebsten Hülsenfrüchte. Sie ist sättigend, aber nicht schwer. Wärmend, ohne zu belasten. Und sie bringt genau die Ruhe und Erdung, die ich in dieser Jahreszeit oft suche.

In der ayurvedischen Küche hat die Kichererbse einen festen Platz. Sie gilt als trocken, leicht und kühlend – Eigenschaften, die besonders gut für Menschen mit viel Kapha oder Pitta im System geeignet sind. Vata-Typen, zu denen ich mich selbst an manchen Tagen zähle, sollten sie mit ausreichend Öl oder Ghee und wärmenden Gewürzen zubereiten. Dann wirkt sie ausgleichend, stärkend und überraschend sanft.

Warum das Einweichen für mich unverzichtbar ist

Ich weiche Hülsenfrüchte grundsätzlich am Vorabend ein – nicht nur, weil es ayurvedisch empfohlen wird, sondern weil ich sie anders gar nicht vertrage. Ohne Einweichen sind Kichererbsen für mich schlicht nicht bekömmlich. Ich merke sofort, wenn sie zu hastig zubereitet wurden. Das Einweichen macht sie weicher, leichter verdaulich und sanfter für den Körper – und auch geistig ist es eine gute Vorbereitung: eine kleine Geste der Achtsamkeit, lange bevor das Kochen beginnt.

Ein ayurvedisches Kichererbsengericht, das ich immer wieder koche

Ich weiche die Kichererbsen am Vorabend in reichlich Wasser ein. Am nächsten Tag koche ich sie weich – so, dass sie beim Essen nachgeben, aber nicht zerfallen. In einer kleinen Pfanne erhitze ich etwas Öl, röste darin Kreuzkümmelsamen an, gebe frisch geriebenen Ingwer und eine Prise Asafötida (Hing) hinzu. Dann folgen Kurkuma, Koriander und die gekochten Kichererbsen. Alles darf sich ein paar Minuten verbinden, auf kleiner Flamme, ohne Eile. Ein Spritzer Zitrone, frischer Koriander – mehr braucht es nicht.

Dieses einfache Gericht schenkt mir immer wieder genau das, was ich im Winter brauche: Wärme, Erdung, Klarheit. Kein Aufwand, aber voller Wirkung.

Was mich an der ayurvedischen Küche immer wieder fasziniert:

Sie braucht keine aufwendigen Rezepte, keine exotischen Zutaten. Sie braucht nur Aufmerksamkeit. Und manchmal – wie an einem kalten Wintertag – eine Schale dampfender Kichererbsen, die mehr tun, als nur zu sättigen.

Alles Liebe

Shivani

Jänner 2026

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